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Leipziger Seminarwoche 2012 - ein Rückblick

100 Dauergäste, dazu noch Tagesgäste. Dr. Gerhard Maier hielt Bibelarbeiten zum Buch der Offenbarung. Das Hauptthema lautete: Auf dem Weg zum ewigen Leben.
Trotzdem: Für Brüdergemeinden war einst die biblische Prophetie Schwerpunkt ihrer Lehre und Verkündigung! Nach wie vor wünschen sich viele Christen mehr Klarheit beim Lesen prophetischer und apokalyptischer Texte in der Bibel. Deshalb hätte ich mir mehr Teilnehmer gewünscht.


Hier nun einige Streiflichter aus Bibelarbeiten und Themen

Beginnen wir bei Offb. 20

Der Teufel wird von einem Engel ergriffen und für 1000 Jahre gebunden. Nicht einmal Gott selbst kommt, um den Teufel zu fesseln, sondern ein Engel. Es gibt keine Entscheidungsschlacht, vielmehr ist der Satan dem Engel Gottes gegenüber regelrecht chancenlos. Das hat mich beeindruckt. Satan, der uns Tagein Tagaus versucht, der immer den Fuß in der Tür hat, ist im Endeffekt Gott gegenüber völlig machtlos. Er ist wesentlich schwächer als es uns oft scheint.
Warum aber gibt es überhaupt das Tausendjähriges Reich, von dem die Offenbarung berichtet? Manche ignorieren diesen Abschnitt oder deuten ihn auf die jetzige Zeit um. All das wird dem zwanzigsten Kapitel der Offenbarung nicht gerecht. Die Antwort auf das Warum von Gerhard Maier lautete so: Offb. 20 zeigt, dass sich der Teufel nicht bekehren wird und kann. Auch nach dem Tausendjährigen wird er die Menschen verführen. Vielleicht liegt hier wirklich der Grund dafür, dass es dieses einzigartige Friedensreich auf der Erde gibt, in dem der Teufel keine Macht hat, er aber danach noch einmal freigelassen und endgültig besiegt wird. Hier tut sich der Gegensatz zwischen Gottes Welt und dem Wirken Satans auf.

 

Weiter zu Offb. 21

Wir müssen Abschied von unserer Erde nehmen, so Meyer. Ein neuer Himmel und eine neue Erde kommen. Das neue Jerusalem als Stadt kennzeichnet die Gemeinschaft ohne Belastung. Es gibt kein Weinen und keine Sünde mehr. In Offb. 21,8 begegnet uns eine ernste Mahnung: „Aber den Feigen und Ungläubigen …“ Auch die Mahnung gehört zum Buch der Offenbarung. Sie zeigt uns die Liebe Gottes zu uns Menschen. Wer nicht mahnt lässt Menschen einfach ins Unglück rennen und liebt nicht.

 

Schließlich Offb. 22, die Fülle des neuen Lebens

Gerhard Maier beantwortet Fragen

Vom Thron Gottes geht kein Rinnsal aus, sondern ein breiter Strom vom Wasser des Lebens. Immer wieder schlugen wir Parallelstellen nach. An diesem Strom wachsen viele Bäume. Das Leben sprosst in allen Farben. Die neue Schöpfung ist kein wolkiges Gebilde, in dem wir die ganze Zeit mit einer Harfe im Arm schweben, sondern eine reale Schöpfung, auf die wir von unserer Erde schon – wenn auch mit Vorsicht – schließen können. Es gibt eine Stadt mit Fluss und Straßen, mit Menschen und Bäumen. Im diesseitigen Leben fragen wir oft Warum? Oft fehlen die Antworten. Der Strom des Lebens im neuen Jerusalem geht von Gott aus und ist kristallklar. Dort wird uns alles klar werden. Quälende warum - Fragen wird es dort nicht mehr geben.
Bei der Seminarwoche dabei sein und hinterher die Aufzeichnungen noch einmal durchgehen oder die Vorträge per CD anhören bringt Tiefgang und schürt die freudige Hoffnung auf den Himmel.
Die Bibelarbeiten zur Offenbarung wurden durch weitere Themen ergänzt.

 

Carsten Polanz:
Herausforderung Islam und wie wir Muslimen begegnen können

Hier gab es aktuelle Infos und Hilfestellungen zum Gespräch mit Muslimen. Polanz stellte in sehr übersichtlicher Weise islamische und christliche Vorstellungen z.B. zum Gebet, zum Gottesbild, zu Sünde und Barmherzigkeit gegenüber.

 

Einladung und Planung für 2013

Nicht zu unterschätzen ist die Gesprächsatmosphäre in Leipzig. Nach den Vorträgen jeweils Gelegenheit zu Rückfragen an den Referenten und zur Diskussion schafft eine brüderliche Nähe und fördert das tiefgründige Verstehen. Ich möchte auch allen Geschwistern der Gemeinde Leipzig Jacobstraße ganz herzlich für ihren Einsatz in dieser Woche danken.  Gerne möchte ich jetzt schon dazu einladen. Hauptthema wird sein: Die Klarheit der Heiligen Schrift. Dabei geht es um unser Schriftverständnis im Pluralismus unserer Zeit. Termin: 16. – 19.09.2013. Ihr seid alle ganz herzlich eingeladen!

Thomas Riedel
Bibelschule Burgstädt