Breadcrumbs

Geschichte

Wie alles begann…

Seit 1950 zieht es Christen immer wieder nach Burgstädt – genauer gesagt zu Freizeiten und Mitarbeiterschulungen in der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde.


 

Das Diakonat

Als Deutschland geteilt wurde, machte
die DDR-Regierung deutlich, dass
kirchliche Mitarbeiter nicht mehr auf
westdeutschem Boden, sondern nur
noch in der DDR auszubilden seien.
Im April 1960 erteilte die Regierung
dank Gottes Hilfe die Genehmigung,
die Bibelschule Burgstädt gründen
zu dürfen.
Kaum vorstellbar, wenn man bedenkt,
dass tiefster Sozialismus herrschte –
eine Zeit, in der eine atheistische
Ideologie mit Personenkult das Land
bestimmte und der Glaube an Gott vom Staat regelrecht bekämpft wurde. Dementsprechend schwierig begannen im Mai 1960 die ersten Lehrgänge – die 8-Wochen-Kurse.
Ein anhaltendes Problem war der Platzmangel im Haus der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde.
Mit der Zeit erweiterten sich die Angebote und ab 1974 wurden Ein-Jahres-Kurse angeboten.

Die zusätzlichen Schulungsangebote erforderten nun auch mehr Platz. Was also tun? Direkt nebenan verkaufte die Kirche ein Grundstück mit einem sehr baufälligen Haus – dem Diakonat.
Nachdem wir es 1979 gekauft hatten, machten wir uns an die aufwändige Rekonstruktion des Hauses.
Das war zu DDR-Zeiten kein leichtes Unterfangen, fehlte es doch an allen Ecken und Enden an Baumaterial.

Aber Gott hat viele Wunder getan: Nach einer Bauzeit von ca. drei Jahren konnten das Haus 1983 eingeweiht werden. Seitdem ist viel Platz da für Unterrichtsraum, Bibliothek, Büro, Schlafräume und Gästezimmer sowie für eine Dienstwohnung.
Auch heute noch nennen wir das Gebäude „Diakonat“. Und wo früher noch die Diakone im Dienst der Kirche wohnten, leben und arbeiten heute die Bibelschüler.

 

Wie alles weiterging…

Mit dem Fall der innerdeutschen Grenze war plötzlich der Weg frei zu einer bisher unbekannten Menge an theologischen Ausbildungsmöglichkeiten. Diese neue Situation führte dazu, dass die Nachfrage nach den einjährigen Kursen in Burgstädt rapide abnahm. Das bedeutete vorerst das Aus für den Bibelschulbetrieb.


Zimmer im Neubau

Es wurde nach einer neuen Nische
Ausschau gehalten, um das Haus und
das Grundstück weiter zu nutzen.
Die Verantwortungsträger waren
ehemalige Bibelschüler und ihre
Motivation gab den Anstoß, dieses Werk
nicht aufzugeben und 1994 ganz neu
mit der dreimonatigen Kurzbibelschule
zu starten. Ziel war es, Mitarbeiter
auszubilden, die sich in ihrer Gemeinde
engagieren.
Zu der Kurzbibelschule gesellten sich
im Laufe der Jahre eine Vielzahl
kürzerer Seminare.
Und wieder war Platzmangel das Problem,
das gelöst werden musste.

2001 wurde daher am Gemeindehaus angebaut. Zwei Jahre später waren für die Gemeinde ein neuer Eingangsbereich sowie neue Gruppenräume entstanden und für die Bibelschule moderne Zweibettzimmer im Obergeschoss. Neben dem Diakonat gibt es somit weitere Unterbringungsmöglichkeiten für Gäste und Bibelschüler.